[für immer und emil]

Leonies Leben besteht aus To-do-Listen, eine Powerfrau durch und durch. Sie liebt ihren Job als Scout von eCommerce-Unternehmen und hat Erfolg. Doch dann kommt der große Einbruch: Der Kauf eines Start-ups platzt, und Leonie wird verdächtigt, die Idee der charmanten Brüder Benjamin und Emil geklaut zu haben. Zwei Stunden später hat sie Urlaub, zwangsweise. Leider ist Leonie für Rumsitzen und Nichtstun überhaupt nicht gemacht, von Entschleunigung wird ihr ganz kribbelig. Was also bleibt ihr anderes übrig, als alles dran zu setzen, das Missverständnis aufzuklären? Blöd nur, dass sie dafür Emils Hilfe braucht. Denn erstens ist der bei ihrem letzten Treffen Türe knallend aus ihrem Büro gestürmt, und zweitens hält er sich gerade bei seiner Tante in der Eifel auf. Und Landleben ist für Leonie noch schlimmer als offline sein.

[18. juli 2016]

Und ganz plötzlich weiß ich genau, dass ich diesen Augenblick ewig in meinem inneren Erinnerungsalbum bewahren werde. Der Moment, in dem ich mit Emil in Tante Ellens Gemüsegarten gestanden bin und das erste Mal in meinem Leben eine Mieze Schindler gekostet habe. Ein Moment, der nach Sommer schmeckt, nach süßem Atem und sich verschwitzt kräuselnder Nackenhaare. Nach warmem Lachen und einem Windstoß, der einem spontan unter den Rock fährt. (Na gut, ich trage keinen Rock, sondern ziemlich verdreckte Jeans, aber das Gefühl … Sie wissen schon, wie ich das meine.)

Für meine neue Liebeskomödie »Für immer und Emil« wollte ich unseren technisierten Alltag einmal auf die Spitze treiben und habe eine Heldin ins Rennen geschickt, die — nicht freiwillig — von einer Sekunde auf die andere offline ist. Eben noch hatte Leonie kein Privatleben, dafür aber einen stressigen Job, ein Tablet, eine Smartwatch und jede Menge Apps, die ihr sagen, wie sie ihr Leben zu regeln hat, einschließlich Schlafzeiten, Bewegung und der Erinnerungsfunktion, wann sie ihr Blumen gießen muss, und plötzlich, zack, ist alles anders und Leonie muss ihr schickes Business-Outfit gegen Jeans und Gummistiefel tauschen. Beim Schreiben ist mir einmal mehr bewusst geworden, wie sehr ich das Landleben liebe.

Impressionen vom Land

Soundtrack — Für immer und Emil

Playlist auf Spotify anhören »

Wenn du schläfst
Max + Johann

Welt hinter Glas
Max Mutzke

Geiles Leben
Glasperlenspiel

Stimme
EFF

Wolke 4
Philipp Dittberner

Ich & Du
Gestört aber geil

Hand in Hand
Julian le Play

B96
Silbermond

Das ist dein Leben
Philipp Dittberner

Rollercoaster
Julian le Play

80 Millionen
Max Giesinger

Herz über Kopf
Joris

Für diesen Roman sollte »das Land« unbedingt die Eifel sein, weil sie ein toller Kontrast zum Setting in Köln bietet, und ich habe mir den fiktiven Ort Weißnich ausgemalt. Zwischen den Erdbeerfeldern ergibt sich eine — wie ich finde — herrlich komische und romantische Liebesgeschichte, bei der meiner Heldin so gut wie nichts erspart bleibt. Ich habe noch nie im Leben so viele Erdbeeren gegessen wie beim Schreiben von »Für immer und Emil«. Eigentlich hätten anstelle der Nashörner eine Handvoll köstlicher Erdbeeren auf das Cover gehört. Erdbeeren spielen in diesem Buch nämlich eine ganz besondere Rolle, aber da möchte ich noch nicht zu viel verraten …

Erdbeeren, Erdbeeren und noch mehr Erdbeeren